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TALK Sami Bollag

Eine Wohltat im Trubel der Modewelt: Sami Bollag bringt Familie, Firma und Hilfe für weniger Bemittelte souverän unter einen Hut.

«MODE BEDEUTET SPANNUNG UND ÄSTHETIK»

 

Happy Birthday! Die Bollag-Guggenheim Fashion Group feiert im Mai ihr 10-Jahre-Jubiläum. Eine gute Gelegenheit, Group-CEO Sami Bollag zum Thema Mode zu befragen.

 

Sami Bollag, Ihre Bollag-Guggenheim Fashion Group nennt ein beeindruckendes Portfolio ihr Eigen. 20 starke Namen – gibt es welche, die Ihnen besonders am Herzen liegen?

Wir haben 20 Marken in unserem Portfolio. Am Herzen liegen mir alle, sonst hätte ich sie nicht ausgewählt. Ich wähle diese nach einem besonderen Raster aus, aufgeteilt nach folgenden Kriterien: Jeans-Fashion, Trendy Casual, Modern Contemporary, Affordable Luxury und Accessoires. Die Marken müssen sich alle ergänzen und dürfen sich nicht konkurrenzieren. Jede Marke hat ihre Berechtigung in unserem Portfolio.

 

Ihr Business beinhaltet Verkauf, exklusive Distribution, und Sie eröffnen Shop in Stores. Womit hat Ihre Gruppe vor zehn Jahren angefangen?

Wir vertreiben unsere Marken in allen sechs Distributionskanälen, dass heisst eigene Stores, Franchising, Shop in Stores, Department Stores, Modehäuser und Boutiquen. Wir haben gleichzeitig als Retailer und Wholesaler angefangen.

 

Die Bollag-Guggenheim Fashion Group hat als Familienunternehmen eine lange Tradition. Wann sind Sie dort eingetreten und warum?

Die Bollag-Guggenheim – dazumal Co. AG – wurde von meinem Vater im Jahr 1947 ins Leben gerufen und hat sich bald als Schweizer und internationales Textil- und Modeunternehmen positioniert. Ich bin im Jahr 1968 dazugestossen. Der Grund meines Eintritts war die Faszination des Modebusiness und des Handels im Allgemeinen. Da meine Eltern und Grosseltern schon in diesem Business tätig waren, ist die Begeisterung für diese Themen wahrscheinlich eine Vererbung.

Was glauben Sie, ist in der heutigen Zeit, wo sich vieles digital und online abspielt, für den stationären Handel, also zum Beispiel für ein Haus wie PKZ, wichtig, damit die Kunden weiterhin Lust haben, in die Läden zu kommen? 

Die digitale Veränderung des Handels und des Modebusiness im Allgemeinen ist anspruchsvoll, aber spannend. Von Multichannel zum Omnichannel und jetzt auch zum Crosschannel – das gibt neue Perspektiven. PKZ ist in dieser Beziehung Pionier und hat damit schon früh angefangen und auch Lehrgeld bezahlt. Heute kann man im Netz bestellen und im Store abholen, oder auch im Store Artikel bestellen, die stationär nicht verfügbar sind, und kann sie sich nach Hause schicken lassen. Die Lust, im Laden zu verweilen, ist immer noch topaktuell, weil Touch and Feel, Ambiance und gesellschaftliche Auseinandersetzungen wie auch der menschliche Aspekt und das Ästhetische nur auf der Fläche ge- und erlebt werden können.

 

Was bedeutet für Sie Mode – ausser, dass es Ihr angestammtes Business ist? 

Für mich bedeutet Mode Spannung, Herausforderung, Ästhetische, stetiger Wandel, Liebe zum Detail, Verschönerung des Individuums, visuelle Darstellung, Architektur, Kontakt zum «Menschen. Es ist ein unglaubliches Privileg, immer noch an vorderster Front mitzuwirken. Für mich ist das Business eine Folge dieses wunderbaren Metiers, das ich seit dem ersten Tag geniesse.

 

Gibt es auch noch anderes in Ihrem Leben ausser der Hege und Pflege dieses beeindruckenden Portfolios? 

Sicherlich gibt es auch noch anderes in meinem Leben: an erster Stelle die Familie, die mich glücklich macht und in der ich – so hoffe ich – auch meinen Beitrag leisten kann und auf die ich so stolz sein kann. Dann setze ich mich für die Wohltätigkeit ein, die mich auch herausfordert, damit ich anderen, weniger Bemittelten Hilfeleistung geben kann. Auch Sport und Ferien kommen nicht zu kurz, auch wenn manchmal das Geschäftliche Vorrang hat.

 

Sie sind 71 und arbeiten zusammen mit Ihrer Frau Anette Bollag-Rothschild. Hat Sie die Mode zusammengebracht und klappt das, über lange Zeit Arbeit und Familie so eng unter einen Hut zu bekommen? 

Meine Frau ist im Verwaltungsrat wie auch meine Töchter aus meiner jetzigen Ehe. Wir haben uns nicht übers Business kennengelernt, meine Frau ist studierte Juristin und hat sich in den langen Jahren unserer Beziehung ein unglaubliches Wissen angeeignet. Sie ist meine Sparringspartnerin.

 

Wie sieht momentan Ihre Rolle in der Firma aus? 

Meine Rolle ist nicht operativ. Unsere Firma hat einen Wholesale- und einen Retailchef sowie einen COO. Ich bin Group-CEO, Mentor und auch für das C/I verantwortlich.

 

Was begeistert Sie? 

Mich begeistert vor allem der Austausch mit Menschen, junge Leute zu fördern und zu fordern, der Markt und die Bewegung, immer Neues zu erleben, mir Neues auszudenken und Neues zu implementieren.

 

Vivienne Westwood sagt: «Kauft weniger!» Würden Sie das unterschreiben? 

Vivienne Westwoods Idee kenne ich schon von meinem damaligen Mentor Doug Tompkins, Gründer von Esprit. Kleider zum Verschwenden machen nicht wirklich Sinn. Weniger zu kaufen, dafür Qualität anzustreben, ist sicherlich eine sehr zufriedenstellende Lösung. Aber Mode ist auch Abwechslung und macht Spass und Freude und gibt grosse Genugtuung.

 

www.bollag-guggenheim-fashiongroup.ch

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