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Talk Manuela Beer

In der 133-jährigen Firmengeschichte leitet erstmals eine Frau als CEO die PKZ Burger- Kehl & Co. AG: Manuela Beer.

«AUCH IM BUSINESS KLEIDET MAN SICH HEUTE MODISCHER UND INDIVIDUELLER»

Nach 30 Jahren an der Spitze der PKZ-Gruppe hat sich Ph. Olivier Burger entschieden, die operative Führung des Familienunternehmens in jüngere Hände zu übergeben. Seit Februar leitet Manuela Beer die PKZ Burger- Kehl & Co. AG als CEO. Mit THE LOOK MAGAZINE sprach die HSG-Absolventin über ihre Visionen, ihre Ziele und ihre persönliche Auffassung von Mode.

 

Frau Beer, Sie sind neue CEO eines der grössten Modeunternehmen der Schweiz, der PKZ Burger-Kehl & Co. AG. Ein Traumjob, oder?

Ja, das kann man wirklich so sagen. Seit meiner Teenagerzeit interessiere ich mich sehr für Mode. Nach einer Marketing-Laufbahn im Konsumgüterbereich durfte ich in den letzten elf Jahren bei Globus die Leidenschaft für Mode und Lifestyle mit meinem Job verbinden, zuletzt als Vize-CEO. Nun folgt der Schritt in die operative Gesamtverantwortung der PKZ-Gruppe. Das ist eine ganz besondere Herausforderung, auf die ich mich sehr freue.

 

Sie haben die operative Leitung der PKZ-Gruppe von Alleineigentümer Ph. Olivier Burger übernommen, der die Firma 30 Jahre lang geleitet hat und sich nun auf die Rolle als aktiver Verwaltungsratspräsident konzentriert. Wie verlief dieser Stabwechsel?

Herr Burger und ich haben viele Gemeinsamkeiten. Wir haben an der gleichen Universität studiert, verfügen über einen ähnlichen «Rucksack», teilen gleiche Werte und haben sogar am gleichen Tag Geburtstag. Schon im Vorfeld haben wir uns mit intensiven Diskussionen über die Zukunftsvorstellungen für PKZ ausgetauscht und auch unsere Rollen abgestimmt. Wir sind uns einig, dass wir auf den vielen Stärken von PKZ aufbauen wollen, die die Handschrift von Herrn Burger tragen. Zudem werden wir neue Chancen angehen, die ich für das Unternehmen sehe. Als aktiver Verwaltungsratspräsident und Coach wird Herr Burger mich und mein Team dabei unterstützen.

 

Die PKZ-Gruppe hat ein ereignisreiches Jahr hinter sich. Sie haben sich auf die Marken PKZ MEN und PKZ WOMEN fokussiert, den neuen PKZ WOMEN Flagship-Store an der Bahnhofstrasse 88 eröffnet und den Onlineshop PKZ.CH massiv ausgebaut. Wo setzen Sie die Schwerpunkte?

PKZ ist eine Modefirma mit vielen Top-Brands im mittleren bis oberen Preissegment. Ich möchte diese Fashion-Kompetenz weiter ausbauen, sehr gezielt auf Modetrends und auch neue Marken setzen sowie das Fashion-Image noch stärker nach aussen tragen – in unsere Geschäfte, in den Onlineshop und auch mit neuen Marketingmassnahmen. Unter anderem haben wir darum das THE LOOK MAGAZINE noch stärker in Richtung Fashion und Lifestyle entwickelt. Insgesamt werden wir unser Profil schärfen und uns auf ein «erwachsenes» Zielpublikum konzentrieren, das qualitätsbewusst und beratungsorientiert einkauft. Sehr junge Marken werden zukünftig aus den Sortimenten verschwinden. Potenzial sehe ich vor allem im Premiumsegment, wo wir heute schon ein attraktives Angebot an Marken führen. Zudem legen wir Wert darauf, dass sich die Kunden bei uns wohlfühlen. Neben einer Topberatung gehören auch ein gutes Einkaufsambiente und spezielle Services zum Kundenerlebnis. Das wird ebenfalls ein Schwerpunkt für uns sein.

 

«SHOPPING WIRD BEI PKZ ZUM ERLEBNIS.»

 

Sie betonen, dass dem modernen Kunden ein Einkaufserlebnis geboten werden muss. Wie befriedigen Sie dieses Bedürfnis?

Die im letzten Jahr umgebauten Filialen – und ganz speziell unser PKZ WOMEN Flagship-Store an der Bahnhofstrasse 88 in Zürich – sind Modeshops der neuesten Ladenbau-Generation: mit grosszügigen Lounges, die alle mit iPads ausgerüstet sind, und luxuriösen Umkleidekabinen. Man kauft nicht nur Kleider bei uns, man verweilt gern und trinkt noch ein Glas Prosecco oder einen Kaffee. Shopping wird zum Erlebnis. Und dieses Erlebnis wollen wir zukünftig noch stärker kultivieren: mit Fashion-Events in unseren grössten Filialen, mit einem Personal-Shopping-Service mit der Fashion-Stylistin Luisa Rossi in unseren Flagship-Stores PKZ WOMEN und PKZ MEN (für Einzelpersonen oder als Gruppen-Workshop) sowie mit vielen weiteren Zusatzservices und Event-Aktivitäten. PKZ pulsiert, PKZ lebt Mode – elegant und mit Stil. Auch investieren wir weiter in unsere einzigartige Shop-Architektur und bauen dieses Jahr weitere Filialen um: Im März eröffnen wir PKZ MEN in Luzern, PKZ MEN in La Praille und PKZ MEN & WOMEN in Spreitenbach; und im Herbst dann PKZ WOMEN in Bern.

 

«NICHT NUR DIE MODE SELBST ÄNDERT SICH, AUCH DER EIGENE STIL. DAS MACHT DIE MODE DOPPELT SPANNEND!»

 

Sie selber sind eine sehr modische Frau. Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?

Mein Modestil hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Als ich in die Berufswelt eingestiegen bin, habe ich mich modern-elegant und eher schlicht gekleidet. Gabriele Strehle war damals meine Lieblingsdesignerin, entsprechend Strenesse meine bevorzugte Marke. In den letzten zehn Jahren wurde ich modisch mutiger und begann, mich stärker an den Modetrends zu orientieren. Ich wurde Fan von Marken wie The Kooples, Sandro und Maje. Heute sind für mich eine perfekte Passform und hochwertige Qualität wichtig. Glücklicherweise gibt es bei PKZ eine grosse Auswahl an Marken, die meinen Modezyklus widerspiegeln, sodass ich mich auch in Zukunft modisch verändern kann. Aktuell gehören unter anderem Kleidungsstücke von Dorothee Schumacher, Red Valentino und Akris Punto zu meiner Garderobe.

 

In der Businesswelt kleidet man sich heute frecher und selbstbewusster. Stellen Sie generell ein neues modisches Verhalten der Businessfrau und des Businessmanns fest?

Ich stelle mehr Individualität fest und dadurch natürlich auch ein grösseres modisches Selbstbewusstsein – nicht nur in der Businesswelt. Wie bei mir beeinflussen das Alter, die Lebenssituation und die berufliche Stellung den eigenen Geschmack. Dadurch kann sich der eigene Modestil ändern. Nicht nur die Mode selbst ändert sich also, auch der eigene Stil. Das macht die Mode (und auch meinen Job) doppelt spannend!

 

Die Frage aller Fragen an eine modisch so versierte Frau: Was sind die Trends für Frühling und Sommer 2015 – abseits der Businesswelt?

Im Frühling 2015 ist erlaubt, was gefällt! Puristische Formen und der Schwarz-Weiss-Trend gehen weiter. Auch Pastelltöne, florale Muster und der Sporteinfluss sind in dieser Saison immer noch wichtig. Neu sind wilde Paradies- und Ethno-Prints angesagt. Farblich wird es spannend mit einer sehr breiten Palette von Knallfarben bis hin zu neutralen Tönen. Ganz wichtig ist die Farbe Blau in allen Variationen.

Mehrere Farben erhältlich