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TALK TO DOROTHEE SCHUMACHER

Mit einer einfachen T-Shirt- Kollektion fing alles an, heute zählt DOROTHEE SCHUMACHER zu den ganz Grossen. Im Interview verrät die Designerin, wie sie denkt, was sie stolz macht und warum sie schon als junges Mädchen wusste, dass sie in die Modewelt gehört.

 

Seit über 25 Jahren steht Dorothee Schumacher für unprätentiöse, perfekt geschnittene, für so ziemlich jede Frau passende Mode – egal, ob Businesswoman oder unkonventionelle Freidenkerin. Eine Begegnung mit einer ungewöhnlichen Designerin.

 

THE LOOK: Dorothee Schumacher, 1989 haben Sie mit einer T-Shirt- Kollektion begonnen, heute zählt ihre Firma 140 Mitarbeitende, und Sie verkaufen «Dorothee Schumacher» in 46 Ländern. Worauf sind Sie besonders stolz?

DOROTHEE SCHUMACHER: Auf die Menschen, die mich auf diesem Weg begleitet haben und an meiner Seite sind. Mein Team, aber besonders auch die Frauen, die meine Kollektionen tragen und mir so berührendes Feedback dazu geben. Eine junge Architektin erzählte begeistert, dass sie sich in dem Augenblick, als sie eins meiner Kleider auswählte, fest vorgenommen hat, darin den Architekturpreis entgegenzunehmen. Sie reichte ihn ein und gewann ihn. Wenn meine Kollektion diese innere Kraft verleiht, macht mich das unglaublich stolz.

 

Sie machen Mode für starke Frauen, für Frauen mit Selbstbewusstsein. Was macht Ihrer Meinung nach eine Frau zu einer starken Person?

Ich liebe es, wenn sie den Mut hat, ihre Weiblichkeit zu leben, sich nicht versteckt und nicht versucht, jemand anderes zu sein. Dass ich Mode für starke Frauen mache, würde ich jedoch niemals sagen – viel mehr möchte ich mit meiner Kollektion jede Frau bestärken. Wenn sich eine Frau in ihrem Outfit wohlfühlt, es sie zum Strahlen bringt und sie sich davon durch wunderschöne oder auch extrem anspruchsvolle Situationen begleiten lässt, ist das für mich das grösste Kompliment.

 

Wie viel Dorothee Schumacher steckt in der Mode «Dorothee Schumacher»?

Ich gönne uns den Luxus eines eigenen Ateliers und einer Schneiderei. Und so entsteht jedes einzelne Stück bei uns im Haus, wird drapiert, gesteckt, angepasst – bis es den richtigen Spirit hat, ein Teil der Kollektion zu werden. Nichts reist in unsere Showrooms oder auf die grosse Bühne der Fashion Show, bevor ich aus vollem Herzen sagen kann: That’s it!

 

Wie würden Sie Ihren kreativen Prozess beschreiben: Ist es jedes Mal eine «Geburt», eine Kollektion zu entwerfen? Oder geht es leicht von der Hand? Woher kommen Ihre Inspirationen am häufigsten?

Es ist schön, dass Sie das Bild der «Geburt » nennen, denn für uns fühlt sich die Präsentation auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin tatsächlich an wie die Geburtsstunde der Kollektion. Der Weg dahin beginnt ungefähr ein halbes Jahr zuvor. Dazwischen liegen Phasen kreativer Inspiration, Design und Kreation, aber auch technischer Präzision und Planung. Meine grösste Inspirationsquelle sind dabei die Frauen selbst. Ihre Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte zu antizipieren, ist für mich der Startpunkt der Kollektionsentwicklung.

 

Sie sind eher ein stiller Star, meiden Sie lieber das Rampenlicht? Es gibt viele Kollegen in Ihrer Branche, die sich sehr gern bis zum Exzess selbst inszenieren …

Ich stehe mit meiner Persönlichkeit für die Marke – besonders, da sie jetzt seit zwei Saisons meinen vollen Namen trägt und von SCHUMACHER zu DOROTHEE SCHUMACHER wurde. Das ist für mich jedoch keine Frage der Selbstinszenierung – ich sehe mich da eher stellvertretend für ganz viele Frauen, die so denken, leben und fühlen wie ich.

 

Wie halten Sie es mit dem viel diskutierten Thema Nachhaltigkeit? Welche Rolle spielt sie in Ihrem Unternehmen?

Wir sind ein Familienunternehmen – allein dadurch hat Nachhaltigkeit bei uns eine hohe Relevanz. Ich möchte die Company einmal voller Stolz und future-proofed in die Hände meiner Kinder weitergeben. In der aktuellen Diskussion ist es mir wichtig, dass man sich eine ganzheitliche Perspektive bewahrt und Sustainability in aller Komplexität und auch Emotionalität betrachtet. Wenn man die Dinge liebt, die man tut, und mit dem Herzen in die Zukunft blickt, dann ist es selbstverständlich, Verantwortung für ökologisches, ökonomisches und soziales Handeln zu übernehmen.

 

Wenn Sie Ihre Lieblingsteile in der aktuellen Kollektion nominieren sollten, welche wären das – und warum?

In jedem Teil der Kollektion steckt so viel Aufmerksamkeit, dass ich kein einzelnes daraus hervorheben kann. Dennoch gibt es natürlich Teile, auf die ich je nach Tag, Stimmung oder Gefühl besonders viel Lust habe oder mit denen ich bedeutsame Momente verbinde. Wie das Biker Jacket, das mich durch den Showtag getragen hat.

 

Sie haben vier Kinder – wie bringen Sie Familie und Beruf unter einen Hut?

Die Kinder sind von Beginn an mit der Firma als eine Art weiteres Familienmitglied gross geworden. Bei uns gibt es keine Trennung zwischen Berufs- und Privatleben, der Übergang ist absolut fliessend. Und jetzt, wo sie älter sind, ist es für mich unglaublich schön, zu erleben, wie sie von vielen Company-Themen fasziniert sind und sich immer mehr einbringen.

 

Apropos Beruf: Würden Sie sagen, Mode ist Ihre Berufung? Oder wollten Sie als kleines Mädchen etwas ganz anderes werden? Was zum Beispiel?

Ich habe sehr früh gespürt, dass in der Mode meine Zukunft liegt. Genau wie ich schon als junges Mädchen wusste, dass ich Unternehmerin werden möchte. Und die Menschen um mich herum haben es wohl auch geahnt. Spätestens als ich bei meinem ersten Springturnier darauf bestand, eine Perlenkette zu tragen und zwar gleich mehrfach verschlungen als Collier, war für meine Familie klar, dass ich ins Modebusiness gehöre.

 

Gesundes Essen oder lieber Fast Food?

Healthy Food – um von innen nach aussen zu strahlen. Aber es gibt natürlich auch die sündigen Momente. Im Juli nach unserer Fashion Show in Berlin hat mein Fahrer auf dem Weg zum nächsten Pressetermin kurz angehalten und uns eine Currywurst geholt. Köstlich!

 

Mannheim oder Paris?

Ich habe das Glück, dass beide Städte für mich ganz nah beieinanderliegen. Von der Bergstrasse aus blickt man gefühlt direkt nach Paris und ist in knapp drei Stunden dort.

 

High Heels oder bequeme Flachsohlen?

Beides – wichtig ist nur, dass der Schuh ein Statement setzt!

 

Bling-Bling oder Purismus?

Playful Elegance!

 

Highlife oder Zen-Meditation?

Meditation am Morgen – und abends ein ausgelassenes, lebhaftes Dinner mit Freunden.

 

Wir danken für diese Einsichten!

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