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WINDHOEK – NAMIBIAS HAUPTSTADT

Auf den ersten Blick führt die namibische Hauptstadt ein Schattendasein, ist sie doch meist nur kurze Station für Reisende, die sich aufmachen, um die fantastischen Naturwunder Namibias zu entdecken. Dennoch lohnt es, in Windhoek zu verweilen.

 

Die Christuskirche in Windhoek

Die Christuskirche in Windhoek.

Koloniale Gebäude, Shoppingzentren und verglaste Hochhäuser: Wer Namibias Hauptstadt besucht, begegnet den euro­päischen Einflüssen noch vor dem afri­kanischen Alltag. Der Name Windhoek ist afrikaans, neben Deutsch eine der verbreitetsten Verkehrssprachen Nami­bias, und leitet sich von «Windecke» ab. Hingegen bedeutet «Otjomuise» – so heisst die Stadt in der gebräuchlichen Bantusprache Otjiherero – so viel wie «Ort des Dampfes», was auf die einsti­gen Thermalquellen der Region hin­ deutet. Eingebettet zwischen den Eros­bergen im Osten und den Auasbergen im Süden sowie dem Khomashochland im Westen und Norden, liegt Wind­hoek im geografischen Mittelpunkt des Landes und ist das Zuhause von rund 325’000 Einwohnern.

 


 

Bunte Vielfalt und bewegte Geschichte

Wer Windhoek besucht, lässt sich auf einen bunten Mix aus Modernität, Tradi­tion und Geschichte ein. Prägend sind die Wahrzeichen der Stadt, wie die aus Quarzsand erbaute Christuskirche vor dem grünen Park des Tintenpalasts, dem Sitz des heutigen Parlaments. 1890 liess der Schutztruppenkommandeur Curt von François die «Alte Feste» errichten, um den Frieden zwischen den verfeinde­ten Hereros und Namas aufrechtzuerhal­ten. Heute ist hier das Nationalmuseum beheimatet, und im angrenzenden bota­nischen Garten erhält man Einblicke in die vielfältige Flora des Landes. Die bewegte Historie der Völker Namibias widerspiegelt sich auch in der Kunst: Das Owela­ Museum sowie Ausstel­lungen in der Nationalgalerie und der Omba ­Galerie erzählen auf anschauliche Weise die Landesgeschichte und geben einen guten Überblick über die Arbeiten namibischer Künstler. Während sich das TransNamib­ Museum im Windhoeker Bahnhof der wichtigen Rolle der Eisen­bahn widmet, werden im Museum des geologischen Landesamts Gesteine und Bodenschätze präsentiert. Eine der gröss­ten Kunstgalerien in Windhoek ist die private Bushman Art Gallery mit einer umfassenden Ausstellung namibischer Kunst.

 

Europäisches Flair mitten in Afrika

Zwar liegt das kulturelle Angebot nicht auf dem Niveau einer internationalen Hauptstadt, dennoch gibt es im Natio­naltheater Konzerte, Musicals und Bal­lettaufführungen, die vor allem an den Wochenenden viele Besucher anziehen. Persönlicher ist die Atmosphäre auf den Kleinkunstbühnen des Warehouse The­ atre und des Craft Centre im Gebäude der alten Brauerei. Hier werden mit­ reissende Musikkonzerte sowie lokale Theater­ und Kabarettproduktionen dargeboten. Das zunehmende Selbst­bewusstsein der schwarzen Bevölke­rungsmehrheit führte zur Etablierung sehenswerter Veranstaltungen, die die schwarzafrikanische Kultur in den Mittelpunkt stellen. Dazu zählen das Wild Cinema Windhoek Internatio­nal Film Festival und der Windhoek Karneval, der sich von einer einst ge­schlossenen Veranstaltung zur Touris­tenattraktion entwickelt hat. In Nami­bias Metropole, die zu den saubersten Hauptstädten Afrikas zählt, trifft man auf ein friedvolles Nebeneinander ver­ schiedener Volksgruppen, auf kleine Strassencafés und Biergärten mit der Beschaulichkeit einer mitteleuropä­ ischen Stadt. Windhoeks koloniale Vergangenheit ist bis heute an vielen Stellen unübersehbar. Das pure Afrika lässt sich im Vorort Katutura erleben: Man trifft sich in einer «Shebeen», einer afrikanischen Kneipe, zum Plausch, kauft auf dem Soweto Market traditi­onelle Delikatessen und ersteht in den Schneiderwerkstätten farbenprächtige Kleider.

Von
Jeanette Fuchs
,
Redakteurin

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