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ARCHITEKTUR, KUNST UND KULTUR

 

Burgen, Herrschaftshäuser, mittelalterliche Kirchen und Engadiner Bauernhäuser – Brauchtum arrangiert sich gekonnt neben faszinierender Gegenwartsarchitektur.

 

Zeitgenössische Architektur

In den letzten 30 bis 40 Jahren hat Graubünden eine Reihe von international anerkannten Architekten hervorgebracht, allen voran Peter Zumthor (Therme Vals), aber ebenso Gion A. Caminada, Bearth & Deplazes, Corinna Menn (Aussichtsplattform Conn) oder auch Conradin Clavuot, der am Bahnhof Chur mit den Wohn- und Geschäftsbauten Otto und Alex 2007 markante Architekturzeichen setzte, die er – wie so oft – aus eigenen sinnlichen Erfahrungen heraus entwickelte. Die grossen Bündner Architekten sind es, die mit ihren herausragenden Arbeiten den Architekturtourismus in Graubünden begründet haben.

Peter Zumthor, der international zu den renommiertesten Schweizer Architekten zählt, lebt und arbeitet in Haldenstein nahe Chur. Sein erklärtes Ziel war es schon immer, Architektur sinnlich erlebbar zu machen und Emotionen zu wecken. Gute Beispiele dafür sind die Therme in Vals (1996), aber auch das Kunstmuseum in Bregenz oder das Kunstmuseum Kolumba in Köln (2007). An diesen Bauten ist erkennbar, dass Zumthors Denken weit über Form und Konstruktion hinausgeht. Eindrücklich demonstriert er das in seiner kürzlich erschienenen fünfbändigen Dokumentation, die eine umfassende Werkübersicht mit realisierten und noch nie vorgestellten Projekten beinhaltet.

Bereits seit über 20 Jahren zählen die in Chur wirkenden Architekten Valentin Bearth und Andrea Deplazes zu den führenden Architekten der Schweiz. In dieser Zeit realisierten sie zusammen mit Daniel Ladner viele markante Bauten, etwa das Kellereigebäude Gantenbein in Fläsch, das Turmhaus in Sevgein und die Monte-Rosa-Hütte in Zermatt. Wie Zumthor haben auch Bearth & Deplazes Publikationen über ihre wichtigsten Projekte veröffentlicht: «Räumlinge» und «Konstrukte», Quart Verlag, sowie «Amurs», gta Verlag.

 

 

Wakkerpreise für vier Gemeinden

Bündner Dörfer sind echte Hingucker, zum Beispiel die mit dem Wakkerpreis – der Preis wird vom Schweizer Heimatschutz einmal jährlich an eine politische Gemeinde für ein vorbildliches Ortsbild verliehen – ausgezeichneten: das Weinbaudorf Fläsch im Bündner Rheintal, Vrin im Val Lumnezia, das Passdorf Splügen und Guarda, das Dorf des «Schellen-Ursli».

 

Brauchtum

Graubünden pflegt auch sein lebendiges Brauchtum wie den Chalandamarz in Scuol (Winteraustreibung), das Scheibenschlagen in Untervaz, das Volksspiel Hürnä in Furna oder die Schlitteda, einst ein Fest für die Ledigen, heute ein Anlass, der sich zu einem veritablen Dorffest gemausert hat.

 

Museen

In rund 90 Museen ist der kulturelle Reichtum Graubündens ausgestellt: von Höhlenbärenknochen bis hin zu Medizinalgeräten, vom Bergbaustollen bis zum Alpentriptychon, vom Grammophon bis zum Bahnfahrsimulator und von der traditionellen Wohnkultur bis zum Erzabbau. Das Hotelmuseum Belle Epoque (Waldhaus) in Flims zeigt Trouvaillen und Souvenirs aus der Geschichte des 1877 eröffneten Kurhauses. In der Ausstellung erzählen verschiedene Objekte Geschichten aus über 135 Jahren Hotelkultur. Im Museo Bregaglia Ciäsa Granda in Stampa hingegen werden geologische Besonderheiten des Bergells, die Fauna und Flora sowie die traditionelle Lebensweise der Talbevölkerung thematisiert.


Kunst und Künstler

Graubünden ist eine wahre Brutstätte der Kunst: von Segantini und Angelika Kauffmann über die Brüder Giacometti bis hin zu den zeitgenössischen Bündner Künstlerinnen und Künstlern wie Matias Spescha, Not Vital, H. R. Giger, Pascale Wiedemann, Menga Dolf, Zilla Leutenegger, Corsin Fontana, Gaspare O. Melcher, Gaudenz Signorell, Gioni Signorell, Georg Tannò, Hannes Vogel, Thomas Zindel, Lukas Bardill, Robert Indermaur – die Liste wäre noch endlos weiterzuführen. Das Bündner Kunstmuseum in Chur hat eine Sammlung mit rund 8000 Arbeiten vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart aufgebaut. Kein Wunder, gibt es in fast jedem noch so kleinen Ort Kunstgalerien!

 

Heidi lebt – ganz modern

Nicht nur die ganz grossen Namen rücken Kunst und Kultur in den Fokus, auch viele aufstrebende jüngere Kunstschaffende leisten Bemerkenswertes. So erhebt etwa die Churer Künstlerin Piroska Szönye Tradition zu Kunst. Sie hat die Kunstfigur «Heidi» entwickelt und so das moderne Heidi zum Leben erweckt, das die alte Traditionsgeschichte gerne auch mal auf schräge und ungewöhnliche Art in einer globalisierten Welt weiterschreibt.

Mehrere Farben erhältlich