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Interview mit Milou Sluis

Toughe Boots und Leder-Leggings

Markus Deisenberger
Von
Markus Deisenberger
,
Redakteur

Milou Sluis gilt als Hollands Model-Hoffnung. Mit THE LOOK MAGAZINE sprach die blonde Schönheit über ihre Homebase Amsterdam, ihren Comfy-Style und die richtige Mischung aus Business und Party.

 

THE LOOK MAGAZINE: Am Anfang Ihrer Karriere haben Sie versucht, über Facebook Aufmerksamkeit für sich zu erregen? Stimmt das?

Milou Sluis: Ja, aber es war eine holländische Network-Seite, Facebook sehr ähnlich. Eine Agentur hat sich dann tatsächlich auf mein Profil hin bei mir gemeldet und mich gefragt, ob ich nicht vorbeikommen wolle. Meine Mutter meinte damals, ich solle das nicht zu ernst nehmen. Vielleicht sei es ja nur ein Fake. Nun, es war kein Fake und ich hab‘s einfach probiert.

 

Wie kamen Sie auf die Social-Media-Idee? Hatten Sie da einen konkreten Job-Plan oder war das «just for fun»?

Letzteres. Ich hab eigentlich nie ernsthaft daran gedacht, Model zu werden.

 

Sie haben schon als 14-Jährige mit dem Modeln angefangen. Das Klischee besagt, dass das viel zu früh ist und die Ausbildung auf der Strecke bleibt. Sie aber haben, obwohl Sie so zeitig begannen, auch die Schule abgeschlossen. Wie ging das?

Ich wollte und ich musste die Schule beenden. Das war auch die Bedingung meiner Eltern. Und ich war damit einverstanden.

 

Waren Schule und Model-Job nicht schwer miteinander zu vereinbaren?

Nein, überhaupt nicht. Ich begann erst mit 18, als ich die Schule beendet hatte, full-time zu Modeln. Davor arbeitete ich eben nur dann, wenn es die Schule zuliess. Und anfangs hatte ich auch nur einmal pro Woche oder am Wochenende einen Job, das war schon machbar. Es war eine Art Spass für mich, den ich nebenbei hatte. Damals hab ich auch noch in einem Restaurant gearbeitet. Als ich dann mit der Schule fertig war, forderte mich mein Agent auf, den Job dort aufzugeben und mich voll einzubringen.

 

Was Sie getan haben. Einer Ihrer ersten grossen Aufträge war eine Kampagne für Armani (Exchange). Was hat sich seitdem ereignet in Ihrem Leben?

Oh Gott, damals war ich so nervös. Aber insgesamt ist es nachher sehr gut gelaufen für mich. Ich habe viel in New York gemodelt, was toll ist, weil diese Arbeit jeder sieht und weitere Jobs folgen. Mit einem Wort: Ich war «super busy».

 

Trotz des enormen Erfolges leben Sie noch in Amsterdam. Weshalb?

Weil ich Amsterdam einfach liebe und mir der Ort die Ruhe gibt, die ich bei der vielen Reiserei einfach benötige. Ich reise zwar gerne und, wenn es sein muss, bin ich auch mal zwei Monate am Stück unterwegs, aber ich brauche auch eine starke Homebase. Und die habe ich in meinem Häuschen im Amsterdamer Zentrum.

 

Haben Sie nie daran gedacht, ganz nach New York zu ziehen?

Doch, natürlich. Oft sogar. Gerade am Anfang sagen dir ja auch alle Leute, dass du unbedingt vor Ort in New York leben musst, um an die Jobs zu kommen. Also dachte ich, dass ich das wirklich tun sollte. Im Hinterkopf hab ich allerdings gefühlt, dass das in letzter Konsequenz kein guter Schritt für mich wäre. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich liebe New York, bin gerne dort. Und vielleicht gehe ich irgendwann auch ganz dorthin. Aber jetzt noch nicht.

 

Was sind die Vorzüge solch eines «normalen» Lebens? Und: Lässt es sich mit Ihrem Beruf überhaupt vereinbaren?

So wie es für andere Leute normal ist, jeden Morgen ins Büro zu gehen, ist es für mich normal, ins Flugzeug zu steigen. Nicht normal hingegen ist es vielleicht, so viele Orte zu sehen und so viele unterschiedliche interessante Menschen zu treffen. Mit der Zeit aber wird auch das normal.

 

Gibt es Städte, die Sie besonders mögen?

Jeder Stadt hat etwas Spezielles zu bieten. Ich mag London und die Leute dort. Ich liebe den Look von Paris. Und ich stehe total auf die Energie von New York.

 

Was tragen Sie privat?

Privat bevorzuge ich eher den Comfy-Style: Lederhosen mit Boots und einen Sweater dazu. Aber wenn ich ausgehe, ziehe ich mich schon gerne sexy an.

 

Gehen Sie oft aus? Sind Sie ein Party-Animal?

Auf jeden Fall. Wenn ich nach Hause komme, bin ich raus aus der Model-Szene und habe Zeit, mit all meinen Freunden Party zu machen. Das heisst, ich kann ausgehen und tun, was ich will.

 

Hat Ihnen heute während des Shootings ein Look ganz besonders gut gefallen?

Die wirklich dünnen, eng anliegenden Leder-Leggings und die Boots dazu – das war genau mein Stil.

 

Im Interview Ihrer Agentur wirken Sie wie das nette Mädchen von nebenan. Image oder Wahrheit?

Das bin ich durchaus. Einfach supernormal, und werde mich auch nicht verbiegen lassen.

 

Haben Sie schon einen Plan, was Sie nach Ihrer Model-Karriere einmal machen wollen?

Wenn man in diesem Business ist, lernt man enorm viele Leute kennen, und es gibt tausende Möglichkeiten, in der Modebranche zu arbeiten. Zusätzlich dazu habe ich angefangen, Psychologie zu studieren.

 

Wieso Psychologie?

Wie Menschen funktionieren, warum sie tun, was sie tun, hat mich immer schon interessiert.

 

Was bedeutet Mode für Sie?

Zunächst einmal ist es ein Job. Dann aber ist es auch so viel mehr: Eine grossartige Möglichkeit nämlich, sich auszudrücken und Leuten eine Richtung vorzugeben, wie sie dich zu verstehen haben.

Mehrere Farben erhältlich

Aus dem Lexikon:

Leggings

Leggings sind hautenge Hosen aus elastischem Material, welche in den letzten Jahren einen modischen Aufschwung erlebt haben. Auch im Sport und Alltag sind sie ein beliebtes und vor allem bequemes Kleidungsstück.

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