Kostenloser Versand
21 Tage Rückgaberecht
Kauf auf Rechnung
Kostenlose Rückgabe in den Filialen

Interview: Clara Alonso

Patrick Häusermann (links) und Wolfgang Lindenhofer (rechts) beim letzten Feinschliff.

Top-Model Clara Alonso posed gekonnt für Feldpausch.

Sweet Rocker-Style

Grosse Augen, unschuldiger Blick. Clara Alonso, Madrider Top-Model und Frohnatur, wirkt, als könnte sie kein Wässerchen trüben. Privat allerdings spielt sie gern die Rocker-Braut. Im nachfolgenden Interview sprach sie über Blogs, Big Business und Baggy Jeans.

 

THE LOOK MAGAZINE: Neben Deiner Tätigkeit als Top-Model schreibst Du auch einen Blog. Warum tut man sich das an?

Clara Alonso: Der Blog bietet mir die Möglichkeit, den Leuten abseits eines Images zu zeigen, wie ich lebe, wohin ich reise, welche Jobs ich mache und wie ich wirklich bin. Wenn man einen Blog macht, gibt man etwas her von sich, spricht von sich. Wer also will, kann mir auf Schritt und Tritt folgen, kann mich kennen lernen.

 

Wie privat kann man in solch einem Blog überhaupt werden? Wie viel gibst Du im Netz von Dir preis?

Ich zeige mich dort so, wie ich bin. Ich habe nichts zu verbergen. Wenn der Tag gut war, erzähl ich das. Wenn er schlecht war, erzähl ich das aber auch. Zum Beispiel: «Ich hab meinen Flug versäumt, das Shooting war schlecht, ich fühl mich miserabel …» Warum auch nicht? So läuft’s im Leben nun einmal.

 

Kann das nicht gefährlich sein? Wenn einer Deiner Auftraggeber im Blog liest, dass Du sein Shooting katastrophal fandest, wird er das vielleicht nicht gerade schätzen.

Natürlich muss man aufpassen. Die Wahrheit lässt sich aber immer auf zwei Arten sagen: eine gedankenlose und eine charmante. Wenn man auf charmante Art sagt, dass der Tag schrecklich war, wird einem das niemand übel nehmen, denke ich. Meistens ist das ja auch niemandes Schuld ausser der eigenen.

 

Du wurdest sehr früh Model, nämlich mit fünfzehn Jahren. Wie kam das?

Reiner Zufall. Ich war mit meinem Vater in einem Café und einer seiner Freunde, ein Fotograf, fragte mich, ob ich es nicht versuchen wollte. Gleichzeitig erbot er sich, Kontakte zu Agenturen herzustellen. Und da ich immer sehr neugierig war, dachte ich mir: Warum nicht? Probier es doch einfach mal!

 

War es für Deine Eltern problematisch? Rieten sie Dir ab?

Nein. Meine Eltern waren immer sehr offen und gaben mir die Möglichkeit, zu tun und zu werden, was ich wollte. Sie haben mir keine Steine in den Weg gelegt. Als ich dann wirklich anfing, professionell zu modeln, war ich erst sechzehn. Das heisst, sie mussten alle Verträge für mich unterschreiben, weil ich noch nicht zeichnungsberechtigt war. Auch da gab es nie Probleme. Sie haben mich wirklich in allem unterstützt.

 

Was hat sich seitdem geändert?

Einfach alles. Als Mädchen war ich sehr schüchtern. Wenn jemand zu mir sprach, hab ich mich hinter dem Rockzipfel meiner Mutter versteckt. Als Model zu arbeiten und vor der Kamera zu stehen half mir, diese Scheu abzulegen.

 

Von einem schüchternen kleinen Mädchen zu einem Victoria’s Secret Model ist es ein weiter Weg …

(lacht) Ja, das ist tatsächlich ein weiter Weg. Und am Anfang war es auch enorm schwierig. Ich wusste nicht, was ich tun, wie ich mich vor der Kamera verhalten sollte. Aber in all den Jahren lernt man sehr viel über sich.

 

War es ein Traum von Dir, für Victoria’s Secret zu laufen?

Um ehrlich zu sein, solche Dinge hab ich nie geplant. Das ist ein Big, Big Business und nur eine Hand voll Mädchen schafft es. Als das Angebot kam, hab ich das zunächst nicht glauben wollen. Ich dachte nicht, dass ich das kann. Jetzt bin ich sehr stolz auf mich.

 

Was bedeutet Mode für Dich?

Mode ist für mich etwas Wundervolles, ein Way of Life. Und das Beste daran ist: Sie ändert sich so schnell, ist immer frisch. Ich lebe und liebe Mode jeden Tag.

 

Wie sieht die private Clara Alonso aus?

Die trägt sehr viel Schwarz: Lederjacken, Boots, Denims. Gar nicht girlish, eher Rocker-Style.

 

Gibt es ein Stück, das Dir während des Shootings besonders ans Herz gewachsen ist?

Ja, die Baggy Jeans. Gemeinsam mit der Lederjacke war das für mich die optimale Mischung aus Sweet und Rock.

 

Du reist berufsbedingt viel. Hast Du Lieblingsplätze, an denen Du besonders gerne bist?

Einer der schönsten Orte, an denen ich jemals war, sind die Fidji Inseln. Es hat mich zwar 32 Stunden und drei Mal Umsteigen gekostet, um dorthin zu gelangen, aber der Aufwand hat sich gelohnt. Das war der Trip meines Lebens.

 

Du lebst derzeit in New York. Kannst Du Dir vorstellen, dort alt zu werden?

Nicht wirklich. Ich wohne jetzt seit vier Jahren dort und liebe es, aber manchmal ist es mir auch zu viel. Dieser unbedingte Fokus auf die Arbeit ist manchmal schwer zu ertragen. In Madrid, wo ich herkomme, arbeitet man auch viel, aber alles ist ein bisschen lockerer. Nach Manhattan nimmt sich Madrid wie ein nettes, gemütliches Dorf aus – ein bisschen verrückt, aber gemütlich, wenn Du weisst was ich meine. Ich werde also irgendwann einmal sicher nach Spanien zurückkehren. Derzeit ist es zwar sehr schwer wegen der Wirtschaftskrise, aber es geht langsam wieder aufwärts.

 

Vielen Dank für das freundliche Gespräch.

Mehrere Farben erhältlich